Rede unserer Vorsitzenden zum Abschluss der Legislaturperiode

Gabriele Hug

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,


zum Ende dieser Legislaturperiode und wenige Tage vor der Kommunalwahl möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige Gedanken mit Ihnen zu teilen.
Vor fünf Jahren sind wir als Neulinge in dieses Parlament gekommen. Seitdem haben wir viel gelernt: Anträge zu formulieren, Reden zu halten, Satzungen zu verstehen, Mehrheiten zu suchen und Kompromisse zu finden.
Wir haben erlebt, wie vielfältig, zeitintensiv und anspruchsvoll kommunalpolitische Arbeit ist – und wie erfüllend sie sein kann, wenn man sieht, dass Engagement tatsächlich etwas bewegt.
Am 15. März steht nun die nächste Kommunalwahl an. Die politischen Rahmenbedingungen haben sich verändert, und es wird spannend sein zu sehen, wie sich das auf das Wahlverhalten auswirkt. Sicher ist: Die kommenden Monate werden herausfordernd. Ebenso sicher ist: Wir werden ihnen mit Haltung, Sachlichkeit und Zuversicht begegnen.
Wir sind überzeugt, dass Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Mobilität und starke Kommunen wichtiger sind denn je. Gerade vor Ort entscheidet sich, wie lebenswert unsere Zukunft sein wird. Dafür setzen wir uns ein.
Ein weiterer Punkt ist mir heute besonders wichtig – auch, weil viele Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Reifenumschlagplatz anwesend sind. Bürgerliches Engagement ist wertvoll und unverzichtbar. Es ist gut, wenn Menschen Missstände ansprechen und sich einbringen.
Gleichzeitig sollte es in einer Kommune kein „Wir gegen die da oben“ geben.
Gemeindevertretung, Verwaltung, Fraktionen und Bürgerinnen und Bürger gehören in einen sachlichen, respektvollen und konstruktiven Austausch.

Demokratie lebt von Vertrauen – Vertrauen in die gewählten Vertreterinnen und Vertreter, die sich ehrenamtlich für die Belange unserer Gemeinde einsetzen. Dieses Vertrauen ist aus meiner Sicht gerechtfertigt.

Nur im Dialog können Lösungen entstehen – und zwar gemeinsam. Wir als Bündnis 90/Die Grünen stehen jederzeit für Gespräche bereit und werden weiterhin unser Bestes geben, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

In unserem demokratischen System steht es jedem offen, sich politisch einzubringen, einer Partei beizutreten, sich aufstellen zu lassen und Verantwortung zu übernehmen. Dieser Weg ist nicht immer bequem und oft arbeitsintensiv – aber er ist der Kern unserer Demokratie. Und ich bin dankbar, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben.

Zum Schluss möchte ich mich bedanken: bei den Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen für die konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren, beim Gemeindevorstand, bei unserem Bürgermeister Frank Simon und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung.
Sie alle tragen täglich dazu bei, dass Mainhausen funktioniert.
Vielen Dank.